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Otto Normal

Letzte Aktualisierung am 1. Juli 2014.

Otto Normal

Für die Festivalzeitung des TUNIX habe ich heute Lukas Oberasche von Otto Normal interviewt:

Hallo Otto Normal,

Ist die Band für euch mehr Hobby oder Leben?

Lukas: [Lacht] Gleich ins Schwarze! Wenn man vom finanziellen Aspekt ausgeht, ist das – leider – ein Hobby. Vom zeitlichen Aspekt, ist das für uns das größte Projekt. Wir sind alle Musiker, wir haben alle verschiedene Projekte, wir arbeiten so ein bisschen nebenher um uns morgens Brötchen zu kaufen, aber so im Schnitt vier Tage die Woche sind für die Ottos geblockt. Es ist also nicht mehr Hobby, aber es ist auch noch nicht Jobby.

Sie nimmt dann also doch viel von eurer Zeit ein...

Ja, absolut.

Gestern habt ihr ein Video zu eurem Stück „Paris Paris“ gedreht. Wie lief der Dreh?

Alles viel zu spät, aber ich glaube es wird tierisch geil! Das ist Typisch Otto: Wenn wir uns für eine Abfahrt verabreden – rollende Räder um elf Uhr – fahren wir frühestens um halb eins los. Bloß weil wir uns im Studio treffen und der eine hat dann noch keine Hose an und der andere weiß noch nicht wo die Dusche ist und so weiter. Das ist ein Klassiker bei uns. Gestern war der Video dreh eigentlich bis um acht Uhr angesetzt, zuhause war ich dann um halb Vier. Das ist so der Otto-Style!

Ihr habt in letzter Zeit einige Videos gedreht. Ist das was neues für euch?

Naja... Wir haben eine neue Platte gemacht und eine neue Platte braucht ja auch neue Videos. Dieses mal hatten wir die Chance über die Förderung der Initiative Musik da ein bisschen Kohle raus zu quetschen, so dass wir uns ein paar mehr Sachen finanzieren können, als für das letzte Album. Und wir sind jetzt auch auf den Trichter gekommen, dass man auch einfach mal so ein Hau-Ruck-Video machen kann. Z. B. sind die Jungs nach Porto geflogen für drei Tage. Das war jetzt nicht so, dass da ein Jahr vorher schon alles geplant war. Das war mehr so ein Video, das aus dem Moment entstehen sollte. Ähnlich ist es auch mit dem "Paris Paris"-Video. Da hatten unsere Label-Jungs die Idee, dass wir da noch ein Video zu machen. Wir haben "Easy, Geil, Mach mer!" gesagt und ein Pärchen nach Paris geschickt. Das haben wir dann von einer Freundin von diesem Pärchen filmen lassen, so dass das eine ganz intime Stimmung geben kann. Dieses Filmmaterial lassen wir jetzt auf uns projizieren. Das sind Sachen, die sehen verdammt gut aus, sind jetzt aber nicht so aufwändig, wie ein riesengroßes Story-Video, bei dem man durch die ganze Welt reisen muss. Von diesen Geschichten werden noch ein paar kommen.

Zu eurer Musik: Habt ihr irgendwelche musikalischen Vorbilder oder seit ihr da eure eigene Inspiration?

Ich glaube keinem Mensch, der sagt, er wäre seine eigene Inspiration. Natürlich hören wir alle total viel Musik und jeder bringt da so sein Geschmäckle mit rein. Wir kommen alle aus komplett unterschiedlichen Richtungen. Ich kann da ja mal einen kleinen Umriss machen: Der Bas, unser Gitarrist ist ein alter Jazzer, hört aber total gern Rockmusik. Der Piet natürlich, Rapper, hört Rap und hat zu Hause ein wahnsinnig große Sammlung an Funk-Platten und weiß der Teufel was sonst noch alles. Also jeder kommt so ein bisschen aus einer anderen Ecke und schmeißt seinen Background mit ins Songwriting rein. Ich glaube dabei entsteht dieser Otto-Sound.

Was erwartet ihr euch vom TUNIX?

Völlige Eskalation, Tausende Menschen, gute Laune, durchdrehen und danach mit euch ein Bier saufen.

Das mit dem Bier und der Laune könnte klappen, die Tausende Menschen werden es wohl nicht ganz.

Ist egal. Man freut sich ja auf solche Geschichten. Wenn da nachher 50 sind, ist es trotzdem geil.

Irgend ein Lied, das ihr als Einstimmung auf euren Auftritt empfehlen würdet? Was kann man vorher schon mal anhören?

Als Vorbereitung, dass man nicht ganz nackt zum Konzert kommt? Wärmste Empfehlung: Dickes Kind. Weil Dickes Kind kann man auch noch mit zwei Maß im Kopf ganz gut mit grölen.

Etwas, dass ihr unseren Lesern und dem Publikum mitgeben wollt?

Dem Publikum möchten wir natürlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen, damit die, wenn wir das nächste mal in der Region spielen, auch wieder kommen. Den Lesern möchte ich gerne mitgeben: Kommt vorbei!

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