Von Konstantin Weddige in Vermischtes am 28.09.2009
Vermischtes

Wie viel Wahlbeteiligung braucht eine Demokratie?

Bei der gestrigen Bundestagswahl hat die Wahlbeteiligung: mit 70,8% einen neuen Tiefststand erreicht. Noch nie seit der Gründung der Bundesrepublik_ haben sich so wenige Bürger an der Wahl beteiligt.

Wie hoch muss die Wahlbeteiligung eigentlich sein, um unser demokratisches System zu legitimieren? Sollte jeder wählen oder reicht es wenn 50% zur Wahl gehen? Müssen 50% der Bevölkerung hinter der Regierung stehen oder reicht eine einfache Mehrheit in Bundestag?
Um ehrlich zu sein: Ich weiß es nicht. Ich glaube, dass wir die kritische Wahlbeteiligung noch nicht unterschritten haben, aber habe eigentlich auch keine Lust herauszufinden, wann es soweit ist.

Was wir dringend Brauchen, ist eine Initiative gegen die Politikmüdigkeit der Menschen in Deutschland. Dazu gehört, dass sich alle Abgeordneten noch einmal Gedanken über die mit ihrem Mandat verbundene Verantwortung machen. Wir brauchen aber auch massive Anstrengungen zur Verbesserung der politischen Bildung der Bürger. Da ist die Bildungspolitik gefragt, aber auch wir Wahlberechtigte. Informieren müssen wir uns schon selbst!

weddige.eu